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IT-Sicherheit in der Gemeinde: Schritt für Schritt zur Basis

Einwohnermeldewesen, Bauanträge, Finanzverwaltung, Online-Dienste für Bürgerinnen und Bürger: Eine Gemeindeverwaltung ohne IT ist heute kaum vorstellbar. Dieser Beitrag ist für Sie, wenn Sie in einer Gemeinde, einer Stadt oder einem Landratsamt für Organisation oder IT zuständig sind und sich einen klaren Weg zu mehr Sicherheit wünschen.

Gilt NIS2 für Gemeinden?

Das Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) in Bayern stellt dazu klar: Die NIS2-Richtlinie gilt nicht für die Kommunalverwaltung als solche. Kommunale Unternehmen können aber betroffen sein, etwa in der Wasserversorgung oder Abwasserbeseitigung. Das sollten Sie für die Betriebe Ihrer Gemeinde gezielt prüfen. Unabhängig davon verlangt das Bayerische E-Government-Gesetz, dass Behörden ihre IT angemessen absichern.

Hilfen, die es schon gibt

  • WiBA – Weg in die Basis-Absicherung: Das BSI hat praxisnahe Checklisten speziell für Kommunen entwickelt, gerade für kleinere Verwaltungen ohne eigene IT-Abteilung.
  • Siegel „Kommunale IT-Sicherheit“: Das LSI vergibt dieses kostenlose Siegel an bayerische Kommunen, die angemessene Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt haben. Es umfasst unter anderem Notfallmanagement, Homeoffice-Sicherheit und Cyberabwehr.
  • Beratung und Warnungen: Das LSI bietet Kommunen außerdem einen Warn- und Informationsdienst, Sensibilisierungskurse und Beratung an.
IT-Sicherheit in der Verwaltung ist kein Großprojekt auf einmal, sondern eine Reihe kleiner, machbarer Schritte.

Fünf Schritte für den Start

  1. Verantwortung festlegen. Benennen Sie eine Person, die das Thema Informationssicherheit koordiniert. Sie muss nicht alles selbst umsetzen, aber den Überblick behalten.
  2. Mit den WiBA-Checklisten beginnen. Arbeiten Sie die Checklisten nach und nach durch und notieren Sie, was erledigt ist und was fehlt.
  3. Die Grundlagen absichern. Aktuelle Systeme, mehrstufige Anmeldung, getestete Datensicherung und klare Berechtigungen bringen am meisten Sicherheit pro Aufwand.
  4. Einen Notfallplan schreiben. Wer wird informiert, welche Dienste laufen zuerst wieder, wie erreicht man die Verwaltung, wenn E-Mail ausfällt?
  5. Das Team mitnehmen. Kurze Schulungen zu Phishing und sicheren Passwörtern sind einfach umzusetzen und wirken sofort.

Kurz-Check für Ihre Verwaltung

  • Gibt es eine benannte Person für Informationssicherheit?
  • Haben Sie geprüft, ob kommunale Betriebe wie die Wasserversorgung unter NIS2 fallen?
  • Hat die Verwaltung mit den WiBA-Checklisten begonnen?
  • Gibt es einen schriftlichen Notfallplan?
  • Hat das Team in den letzten zwölf Monaten eine Schulung zu Phishing erhalten?
  • Ist bekannt, welche Unterstützung das LSI für Kommunen anbietet?

Wenn Sie bei einer Frage zögern, ist das kein Grund zur Sorge. Es ist einfach ein guter Startpunkt für die nächsten Wochen, und Sie müssen nicht alles auf einmal angehen.

Wie es weitergeht

Auf unserer Seite IT für Gemeinden und Landratsämter zeigen wir, wie wir Verwaltungen unterstützen. Mit ITNG Care übernehmen wir Updates, Geräteverwaltung, Backup von Microsoft 365, Phishing-Schulung und Überwachung rund um die Uhr, und der Jahresstatus hilft Ihnen bei der Dokumentation.

IT-Betreuung, die Ihnen Arbeit abnimmt

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